Montag, 16. April 2012

Wasserknappheit in England - Bald auch bei uns?

Hi meine Lieben!
Gerade habe ich in den Radionachrichten gehört, dass das Wasser in England momentan so knapp ist, dass der Bevölkerung sogar verboten wurde, den Garten zu bewässern.
Das muss man sich mal vorstellen, in England, DEM Land des Regens schlechthin...

"Die Trinkwasserversorgung ist nicht gefährdet." Na wollen wir's mal hoffen.

Ich musste gleich an dreierlei Dinge denken: Einerseits an das, was auf peta2 unter 10 Gründe zu finden ist:
 

"Fakt ist: 70% aller Trinkwasserressourcen gehen in die Landwirtschaft. Eine omnivore Ernährungsweise erfordert ungefähr 15.000 Liter täglich, eine vegetarische 4.500 Liter und eine vegane ca. 1.100 Liter.
 

(...)

Fakt ist: Pestizide, Dünger und andere in der Landwirtschaft und Nutztierindustrie eingesetzte Mittel verschmutzen Grundwasser, Böden und die Luft."


Dann an eine Reportage/Film, den ich mal im Internet gesehen habe, wo gesagt wurde, dass die Exkremente der Tiere das Absinken des Grundwasserspiegels bedingen, was widerum eine Trinkwassergefährdung bewirken kann (am Beispiel Frankreich).

Und dann noch an den Film "The Age of Stupid", welchen ich bereits zwei Mal gesehen habe und morgen mit einer meiner beiden Englischklassen schauen werde. Dort wird eben genau dieses Szenario vorausgesagt: Die Wasserversorgung wird in der Tat in ein paar Jahren gefährdet sein - überall auf der Welt. Mag schwarz gemalt klingen, aber ich denke, da ist trotzdem was Wahres dran.

Den Film kann ich übrigens sehr empfehlen, ebenso die 10 Gründe von peta2, für die, die sie noch nicht kennen: *klick*
 
Was ist eure Meinung dazu?

Alles Liebe, eure Miri  

PS: Habe den Vorfall gerade gegoogelt und diesen Focus-Artikel dazu gefunden: *klick*

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da ist nicht nur was Wahres dran; das IST wahr! Ich verstehe nicht ganz, warum du von Schwarzmalen schreibst. Das sind nunmal die realistischen Prognosen. Auch in Deutschland wird es bald Wasserknappheit geben. Nehmt ihr so etwas nicht im Geographieunterricht durch?

moeri hat gesagt…

@ Anonym: Ich glaube, ich formuliere allgemein eher etwas seichter, weil ich nicht möchte, dass das, was ich schreibe, gleich als "Quatsch" abgetan wird ^^ Ehrlich gesagt war es zumindest in meiner Schullaufbahn so, dass wir darüber vielleicht mal in der 6. Klasse gesprochen haben, aber so bleibt natürlich nicht viel hängen. Ich hatte auch nur sehr unregelmäßig überhaupt Erdkunde. Das Leid der Nebenfächer eben. Aber ich behandle das Thema gerade mit meiner 10. Klasse in Englisch und hoffe, dass es sich ins Gedächtnis der Schüler brennt, weil es einfach so unglaublich wichtig ist. Liebe Grüße! Und schreib doch ruhig deinen Namen!

sarahmiriam86 hat gesagt…

Ihr habt beide keine Ahnung, in Deutschland wird zu wenig Wasser verbraucht:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,719873,00.html

Hab dich lieb Miri, aber ich will auch mal auf den Putz hauen und degegen kommentieren. ;)))

LG und Bussi

moeri hat gesagt…

Von verstopften Kanälen, die geflutet werden müssen, weil wir nicht genügend Wasser die Toilette hinunterspülen, habe ich auch schon mal gelesen. Aber ich glaube, das ist noch mal was anderes als das, was ich meine. Ich beziehe mich eher auf die Folgen der Erderwärmung, die uns zusehends trocken legen. Das sieht man auch schon an so manchem Fluss, der in meiner Kindheit im Sommer fast überquoll und mittlerweile fast komplett ausgetrocknet ist. Ich denke, man sollte nicht Wasser sparen sondern weniger Auto fahren und erst Recht weniger tierische Produkte konsumieren, denn die beiden Lebensbereiche nehmen sich in Bezug auf CO2- bzw. Methanausstoß nicht viel. ("Fakt ist: Die Nutztierindustrie verursacht mit 18 % mehr Emissionen als der globale Verkehr: Sie trägt einen Anteil von 37% der globalen Methan Emissionen, 9% des Treibhausgases CO2 und 65% von Stickoxid - einem Gas das ein 300-fach größeres Potential zur globalen Erwärmung hat, als CO2.
", peta2, 10 Gründe). Alles Liebe und danke für deinen Kommentar und den Artikel! Miri

sarahmiriam86 hat gesagt…

Ich bin Gott sei Dank jemand, der Fleisch nicht so mag, deswegen habe ich nur sehr sehr selten Hunger drauf. Praktisch. :D

Ne,aber im Ernst, es würde schon reichen wenn die Menschen sich mehr informieren würden, egal ob im ethischen, religiösen oder politischen Bereichen und so sensibilisiert werden. Leider ist es aber eher so das wir in einer Republik der Volksverdummung leben, heutzutage gibt es unzählige Möglichkeiten sich zu informieren und dazu zu lernen und trotzdem tun das nur die wenigsten.

LG und einen schönen Abend :)
Sarah

moeri hat gesagt…

@sarahmiriam: Ja, du hast leider leider Recht. Wir werden aber auch überschüttet mit Informationen, da wissen viele wohl auch einfach nicht, wo sie anfangen sollen und verschließen gleich vor allem die Augen, statt einfach irgendwo anzufangen... Leider wird die Verdrängung in unserer Gesellschaft aber auch leicht gemacht, weil man z.B. mit Schlachthäusern oder dem lebenden Tier gar nicht mehr in Kontakt kommt :( Paul McCartney sagte mal: »Wenn die Mauern der Schlachthöfe aus Glas wären, würde jeder Vegetarier werden.«
Zumindest einige würden wohl so reagieren. Und ich habe letztens "The Age of Stupid" von Pete Postalthwaite gesehen. Dort sagte jemand, dass die Menschen nur kurzzeitig planen und langfristige Konsequenzen ihres Handelns ignorieren/nicht bedenken. Das sieht man ja an unserer Umweltzerstörung, die zwangsweise zur Klimaerwärmung führen wird und uns das Leben auf der Erde sehr wohl auch schon in 40 Jahren sehr schwer machen wird. Wir haben ja jetzt schon mehr denn je mit Waldbränden und Hurricanes zu tun und in England ist jetzt schon das Wasser knapp. Aber auch hier ignoriert und verdrängt die Gesellschaft großenteils und so rennen wir einfach fröhlich weiter in die falsche Richtung :(

Alles Liebe! Miri