Freitag, 13. April 2012

Veganes Mett (sehr einfach!) und vegane Leberwurst selbstgemacht

Hi meine Lieben!

Ich habe mal wieder etwas auf Youtube gesurft und bin - wiederholt- auf ein Rezept für veganes Mett gestoßen. Bisher habe ich immer nur Gutes darüber gehört, weil man den Unterschied zu echtem Mett anscheinend geschmacklich wie auch vom Aussehen her nicht erkennen kann.

Ich habe es bisher noch nicht ausprobiert, weil ich ehrlich gesagt in meinem ganzen Leben noch kein Mettbrötchen gegessen habe und das Gefühl habe, dass das generell nichts für mich ist. Dazu kommt, dass es wirklich schon verdammt echt aussieht und mir das vielleicht einfach zu nah am Fleischprodukt ist XD

Aber für die, die es interessiert, kommt hier mal das Video:


Ich muss mal schauen, ob ich das wirklich mal ausprobiere. Und vielleicht überzeugt es mich ja dann auch, bei den positiven Meinungen dazu bisher =)

Habt ihr das schon mal ausprobiert? Und was haltet ihr davon?




Ach und wo ich grad dabei bin, kommt hier noch ein Video zu selbstgemachter veganer Leberwurst:





Wobei ich ja schon den Sojaaufstrich von Alnatura (steht ja schon drauf "wie feine Leberwurst") sehr leberwurstartig und auf jeden Fall lecker finde :)


Alles Liebe, eure Miri

Kommentare:

Tintenweise hat gesagt…

Was ich mich immer frage: Wenn man sich dazu entscheiden vegan oder vegetarisch zu leben/essen, warum will man auf Biegen und Brechen versuchen nicht-Fleisch-Produkte in Produkte zu formen/wandeln, die aussehen wie Fleisch?! Ergibts für mich keinen Sinn.
Entweder ich esse Fleisch, oder ich esse keins. Dann brauch ich mir keine möchte-gern-Fleischprodukte zusammenkneten...

moeri hat gesagt…

@ Tintenweise: Ja, die Frage stellen sich viele. Ich persönlich sehe die ganzen Seitan/Tofuprodukte eigentlich gar nicht mehr als Ersatz für Fleisch, sondern einfach als eigenständige Produkte. Und eine Wurst macht mMn auch nur die Form aus und nicht der Stoff, aus dem sie ist. Für viele Neuveganer soll es sicherlich auch den Umstieg erleichtern, falls es einem schwer fallen sollte (was bei mir nicht der Fall war, da ich ja vorher schon jahrelang vegetarisch gelebt habe). Man wird ja meistens nicht Veganer, weil man Fleisch nicht mag, sondern weil man mit dem Umgang mit Nutztieren, sprich der Massentierhaltung und der Massenschlachtung, sowie den Konsequenzen für unsere Erde nicht einverstanden ist.

Momentan esse ich zugegebenermaßen recht viele "Fleischersatzprodukte", da mein Schatz sich dazu entschlossen hat, 5 Tage die Woche vegan zu essen, und wir momentan das Angebot ein wenig durchtesten. Er mag z.B. veganen Aufschnitt ganz gerne, aber auch vieles anderes. Und ich liebe die Käsekrainer von Vantastic Foods, weil die so genial würzig schmecken. Wie "echte" Käsekrainer schmecken, kann ich allerdings gar nicht beurteilen, weil ich die noch nie gegessen habe, aber so, wie die veganen Käsekrainer schmecken, finde ich sie einfach lecker, egal ob authentisch oder nicht =)

Alles Liebe! Miri

moeri hat gesagt…

Ach und ich hab ja selbst schon geschrieben, dass das Mett für mich wahrscheinlich nichts wäre, weil es mich zu sehr an das Fleischprodukt erinnert. Aber mal sehen, viele lieben ja Mettbrötchen, da muss es ja doch irgendwie schmecken und ich versuche es vielleicht einfach mal ^^

Ich denke jedenfalls, dass das Hauptargument ist, dass es Neuveganern leichter gemacht werden soll, auf richtiges Fleisch zu verzichten, wenn man den eigentlichen Geschmack und die Konsistenz mag.

Liebe Grüße! Miri

Saskia hat gesagt…

Das Mett ist lecker, aber ehrlich gesagt schmeckt es nicht wie echtes Mett, sondern eher nach einem guten, tomatig-würzigem Aufstrich.

Ich persönlich bin Veganerin, weil ich nicht möchte, dass für meinen Konsum Tiere sterben und ausgebeutet werden. Fleisch und andere tierische Produkte schmecken mir aber und ich habe keinerlei Ekel davor, wie manch andere Veggies. Also kaufe ich mir ab und an pflanzliche Alternativen, einfach um einen herzhaft-würzigen Geschmack zu haben. Und dass die dabei wie normale Fleischwaren aussehen stört mich nicht.

Wieso sollte man auch die pflanzlichen Alternativen in Fantasieformen bringen?! Verstehe ich nicht ganz. Wer sich vor Fleisch und allem, was dem nahe kommt ekelt, der kauft sowas eben nicht. Ich finde den typisch würzigen Fleischgeschmack lecker und kann ihn auch haben, OHNE das ganze Tierleid...ist doch wunderbar ^^

moeri hat gesagt…

@Saskia: Danke, das hast du gut gesagt =) Ist bei mir in vielen Fällen auch so. Würstchen, Fischstäbchen, Burger, Frikadellen und Chicken Nuggets mochte ich als Kind schon, aber es ist einfach ein zu hoher Preis, wenn Tiere dafür sterben müssen. Also ist es nur gut, wenn es Alternativen gibt (wobei ich auch gut und gesund ohne sie leben könnte).

Liebe Grüße! Miri

Tintenweise hat gesagt…

Ich habe erst jetzt gesehen, dass du hier geantwortet hast.
Gut, das Argument für die leichtere Umstellung kann ich zum Teil nachvollziehen.

Was mich auch interessieren würde (da ich halt nicht vegan oder vegetarisch lebe) wieso ihr, die so leben, genau so leben. Hast du das schonmal in einem Post geschrieben?
Ok, Massentierhaltungen sind scheiße. Finde ich auch. Aber deshalb muss man nicht vegetarisch leben. Immerhin kann ich ja auch bei dem Bauern meines Vertrauens das Fleisch kaufen, bei dem das Tier ordentlich gehalten und versorgt wird.
Zudem sieht es die Natur auch gar nicht vor, dass man vegetarisch und schon gar nicht vegan lebt.
Mich würde einfach mal interessieren, welche Gründe ihr/du hervorbringt, warum du dich zu dieser Lebensart entschieden hast. Gerne auch als Thema in einem Blogpost (fall es diesen noch nicht gibt). :)
Liebe Grüße :)

moeri hat gesagt…

@Tintenweise: Hm, ich glaube, so gesondert habe ich dazu noch keinen Post gemacht, weil der ellenlang werden würde XD Es wird aber ganz gut auf peta2 zusammengefasst: http://www.peta2.de/web/10gruende.1200.html

Außerdem ist dieses Video mE sehr gut: http://www.youtube.com/watch?v=skkk7s16ZLY

Ich würde mich freuen, wenn du die Zeit finden würdest, um es dir mal anzusehen.

Für mich ist jedenfalls der Umweltaspekt das wichtigste von allen - die unglaubliche Wasserverschwendung für die Produktion von Tierprodukten, dazu der heftige Methanausstoß, was vielfach schlimmer ist als CO2, die Rodung der Regenwälder (weshalb ich auch Palmöl als sehr kritisch erachte, allerdings betrifft das vegane wie nichtvegane Nahrung, Kosmetika, Waschmittel etc.), die Verschwendung von Nahrungsmitteln, während woanders die Menschen verhungern, weil ihr Getreide als Viehfutter in die Industrienationen exportiert wird und und und. Das Leid der Tiere kommt erst danach, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass das schon als alleiniger Grund für viele reicht.

Ich hoffe, ich kann dir damit etwas helfen und ich freue mich sehr, dass dich das interessiert! Alles Liebe, Miri

moeri hat gesagt…

Ach ich könnte noch ergänzen, dass ich zu Zeiten von BSE und Schweinepest vor einigen Jahren Vegetarierin wurde. Und als dann vorletzten Winter auch noch Dioxinskandale die Runde machten, bin ich auf Youtube auf einige Videos gestoßen, wie auch das oben verlinkte. Aber auch Videos davon, was "Küken Sexen" bedeutet. Und wo ich schon mal dabei war, habe ich auch gleich recherchiert, was es mit Kuhmilch wirklich auf sich hat. Bin dann bei YT auf diesen Vortrag gestoßen: http://www.youtube.com/watch?v=yiUQ9ZtoNgc

Zudem habe ich mich endlich aufgerafft, herauszufinden, wie paradox es doch ist, dass wir Kuhmilch trinken - die Babynahrung einer anderen Spezies- und das auch noch, obwohl wir längst feste Nahrung zu uns nehmen können ^^ Zusammen mit obigem Video hat mir das gereicht, um von einem Tag auf den anderen aufzuhören, Milch zu trinken. Bei Eiern hat mir das "Küken Sexen" Video gereicht, um diese nicht mehr essen zu wollen. Mir war einfach da erst bewusst, wie oberflächlich der Vegetarismus ist und wie stark man den ganzen Massentierhaltungsprozess trotzdem unterstützt (z.B. dass Milchkühe nach 4-5 Jahren so ausgezehrt sind, dass sie auch geschlachtet werden, genau wie ihre männlichen Kälbchen, die als Beiprodukt entstehen, damit die Kuh Milch gibt. Diese Kälbchen werden auch noch absichtlich eisenarm ernährt und dürfen sich kaum bewegen, damit das Fleisch zart bleibt. Ach, ich fange am Besten gar nicht von den Schlachtvideos an, die ich gesehen habe, und von den Berichten von Leuten, die in solchen Fabriken arbeiten. Als ich das gelesen habe, ist mir abartig schlecht geworden, beim Gedanken daran, dass Menschen zu solch einer Abstumpfung und widerwärtigen alltäglichen Tierquälerei überhaupt fähig sind.) Es gibt wirklich sehr viel Material, wenn man einmal anfängt, zu recherchieren.

Als Vorreiter wird meistens "Earthlings" genannt (gibt es auf YT), allerdings musste ich nach ca. 15 Minuten einfach ausschalten, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, sowas anzusehen. Ich kenne aber einige in meinem sozialen Umfeld, die nach dem Film sofort Vegetarier geworden sind.

Tintenweise hat gesagt…

Danke für die ausführlichen Infos bzw. deine Beweggründe.
Mich interessiert es wirklich sehr, wie es kommt, dass sich Menschen für diese Lebensart entscheiden, weil es für mich persönlich, einfach nicht denkbar ist.
Leider habe ich momentan nicht so viel Zeit, aber bei Zeiten werde ich mir die Links, die du gepostet hast mal durchforsten.

moeri hat gesagt…

@Tintenweise: Ich habe Veganer auch immer als verrückt abgestempelt, aber irgendwann hat es einfach klick gemacht und jetzt bin ich Veganerin, auch wenn ich das ebenfalls nie für möglich gehalten hätte =) Viele probieren ja auch mal eine vegetarische oder eine vegane Woche aus und schauen, ob es so klappt. Dazu kann ich dir auch noch den YT-Kanal von "unschwer" empfehlen. Er hat 40 Tage vegan gelebt und ist es jetzt geblieben. Man hat wirklich nur was zu gewinnen und nichts zu verlieren =)

Alles Liebe! Miri

Anonym hat gesagt…

Das schöne ist, dass da ja nicht jeder so einen beschränkten Horizont hat wie du anscheinend. Für mein "vegans mett" leidet kein einziges Tier, auf irgend eine weise. Nur weil ich vegan lebe heißt es ja nicht zwangsweise, dass ich den Geschmack von normalem nett nicht mag. Was mich stört ist allerdings das leid und die komplette Ignoranz die da beim essen immer dabei ist. Deswegen dann lieber vegan!

Gruß
niels